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Herzlich Willkommen im BLBlog!

Hier finden Sie verschiedene Beiträge aus unseren breit gefächerten Aufgaben- und Tätigkeitsfeldern: Interessantes, Wissenswertes, Kurioses und sicherlich die ein oder andere Überraschung aus dem Alltag der Badischen Landesbibliothek. Auch Themen, von denen die BLB als Institution betroffen ist, werden aufgegriffen, kommuniziert und kommentiert.

Recherchieren und arbeiten Sie zu Beständen der Badischen Landesbibliothek? Haben Sie einen interessanten Artikel, den Sie uns vorschlagen möchten? Wir freuen uns über Ihre Nachrichten, Anmerkungen und Fragen zu den Blogbeiträgen.
Kontakt: Dr. Michael Fischer

ISSN 2751-9031

 

Hans Thoma (Teil II)

Schwarzweißes Gruppenfoto, welches Emil Lugo, Cella Thoma und Hans Thoma zeigt. Die drei Personen sitzen nebeneinander. Thoma hat seine Hand auf der Schulter seiner Frau, beide schauen in die Kamera. Emil Lugo sieht zur Seite.

Von links nach rechts: Emil Lugo, Cella Thoma und Hans Thoma, o.O., o.D., Fotograf: mutmaßlich Carl Lugo, Badische Landesbibliothek, K 3077,2

Undine Remmes, 25.2.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/y1ga-ht25

Hans Thomas Verbindung zu seiner Heimat Baden ergibt sich nicht nur aus seiner Herkunft aus dem Schwarzwald. Er hatte ebenfalls eine Beziehung zur Stadt Karlsruhe. Thoma, der nach dem Tod des Vaters und seines Bruders mit seiner Schwester und seiner Mutter in Bernau im Schwarzwald lebte, hatte Lehren als Lithograf, Anstreicher und Uhrenschildmaler begonnen. In einem Brief an einen unbekannten Empfänger schrieb Thoma 1891 über sein bisheriges Leben. Darin schilderte der Künstler die familiäre Situation nach dem Tod des Vaters 1855 als mittellos. Doch Thoma hatte Glück: „Im Jahre 59 wurde ein Beamter in der Nachbarschaft auf meine Arbeiten aufmerksam es gelang ihm den Großherzog dafür zu intressiren und da sich der damalige Kunstschuldirektor W. Schirmer in Carlsruhe sehr zu meinen Gunsten aussprach so wurde es mir möglich gemacht in die Kunstschule einzutreten.“ (Brief von Hans Thoma mit Autobiographie und Werkverzeichnis an einen unbekannten Empfänger, November 1891, Frankfurt am Main, Badische Landesbibliothek, K 2727,34,1)

Ab 1859 studierte er an der Großherzoglichen Kunstschule in Karlsruhe unter anderem bei Johann Wilhelm Schirmer, Carl Friedrich Lessing und Hans Canon. Der junge Künstler lebte fortan lediglich im Winter in Karlsruhe, die Sommer verbrachte er bei seiner Mutter und seiner Schwester auf dem heimatlichen Hof in Bernau, wo er viele Naturstudien und Porträts anfertigte. Während seines Studiums lernte Thoma unter anderem die Maler Philip Röth und Emil Lugo kennen, mit denen er lebenslang befreundet blieb.

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Das Gutscheblättle

Zu sehen ist eine schwarzweiße Porträt-Fotografie von Friedrich Gutsch.

Friedrich Gutsch um 1885, Stadtarchiv Karlsruhe, 8/PBS III 522.

Michael Fischer, 21.2.2025

DOI: https://doi.org/10.58019/rt05-5521

Anm.: Beim vorliegenden Artikel handelt es sich um die vollständig überarbeitete und erweiterte Fassung des im BLBlog am 24. September 2022 erschienenen Artikels: Der „Gutsch-Fritzle“ und die Karlsruher Nachrichten. Eine Kurzfassung dieses Artikels wurde am 20. Dezember 2024 im Blick in die Geschichte (Nr. 145) veröffentlicht.

Friedrich Gutsch war ein Karlsruher Druckereibesitzer, Mundartdichter und vor allem Verleger der berühmten Karlsruher Nachrichten. Zu seinem 150. Geburtstag wurde er von Ludwig Vögely in eine Reihe mit anderen „Klassikern“ der badischen Mundart, mit Ludwig Eichrodt, Fritz Römhild und Friedrich Mayer, gestellt. Angeblich soll der Name Friedrich Gutsch noch 1988 in Karlsruhe so populär gewesen sein, dass er „älteren Leuten“ in der Stadt noch ein Begriff gewesen sei, gleichwohl Gutsch zum damaligen Zeitpunkt bereits seit knapp 100 Jahren verstorben war. Unzweifelhaft ist indessen, dass Friedrich Gutsch auch heute noch als ein „genauer Kenner der Karlsruher Atmosphäre“ einen eindrucksvollen Einblick in das Karlsruher „Volksleben“ im wilhelminischen Zeitalter geben kann.

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Klavier, Konzerte, Konservatorium

Das Foto zeigt den Karlsruher Pianisten und Komponisten Josef Schelb um 1932.

Josef Schelb um 1932. Foto: Privatbesitz

Brigitte Knödler-Kagoshima, 3.7.2024

1894, vor 130 Jahren, wurde Josef Schelb in Krozingen geboren. Er lernte Klavier, zeigte sich schon früh begabt und entschied sich dafür, die Musik zum Beruf zu machen. Vor hundert Jahren, im Jahr 1924, wurde Josef Schelb als 30-Jähriger an das Badische Konservatorium nach Karlsruhe berufen. Sein beruflicher Beginn in Karlsruhe fiel in die mittleren Jahre der Weimarer Republik, die auch als die „Goldenen Zwanziger Jahre“ bezeichnet werden. In vielen Ländern Europas gab es in den 1920er Jahren einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und auch Wissenschaft, Kunst und Kultur blühten auf. Wie prägte diese kulturelle Glanzzeit das Leben des Komponisten und Pianisten Josef Schelb in Karlsruhe? Wie berichteten die zeitgenössischen Zeitungen über Schelbs erste Jahre an seinem neuen Wirkungsort? Das lässt sich in den Zeitungen der Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek recherchieren.

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