2020 abgeschlossen

Erschließung

Erschließung der Musikdrucke aus der Schlossbibliothek Baden-Baden (abgeschlossen)

Bearbeitung: Janina Späth
Projektstart: 1. Mai 2018
Projektlaufzeit: zwei Jahre

Die Schlossbibliothek Baden-Baden enthält eine 2.000 Nummern umfassende Musikaliensammlung mit gedruckten und handschriftlichen Werken zahlreicher Komponistinnen und Komponisten. Als musikalische Privatbibliothek eines Fürstenhauses umfasst sie überwiegend Kammermusik für Klavier, Lieder und Klavierauszüge. Von besonderem Interesse sind die zahlreichen Dedikationswerke zu festlichen Anlässen des Herrscherhauses wie Geburtstagen, Ehe- oder Regierungsjubiläen, oft in kostbaren Einbänden aus Leder, Samt oder Seide und mit prunkvoller Ausstattung. Die Musikhandschriften wurden 2017 in RISM erschlossen. Die ca. 1.550 Musikdrucke wurden anschließend bis Mai 2020 für den Katalog plus der BLB erfasst. Die Quote von 70% eigenen Katalogisaten erweist den hohen Prozentsatz unikalen bzw. sehr raren Materials. 

Erschließung der Notenhandschriften in Musikernachlässen (abgeschlossen)

Bearbeitung: Almut Ochsmann M.A., M.A.Lis
Projektstart: 1. Juni 2019
Projektlaufzeit: acht Monate

Der Bestand an Musikhandschriften der Badischen Landesbibliothek war bis auf einen kleinen Rest vollständig in RISM erfasst: opac.rism.info

Pflichtexemplar

Pflichtablieferung kommerzieller Netzpublikationen (abgeschlossen)

Leitung: Dr. Felix Geisler
Kooperationsprojekt mit der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart und dem Bibliotheksservice-Zentrum in Konstanz als projektleitender Institution
Projektstart: 1. Mai 2018
Projektende: 30. April 2020

Seit der Novellierung des Pflichtexemplargesetzes im Jahr 2006 unterliegen auch Netzpublikationen dem Pflichtexemplarrecht. Die Realisierung des elektronischen Pflichtexemplars für verlegerische Netzpublikationen ist aufgrund urheberrechtlicher Bestimmungen allerdings nur in einem eng gesteckten organisatorisch-technischen Rahmen möglich. Das Projekt hat für die beiden baden-württembergischen Landesbibliotheken in Karlsruhe und Stuttgart ein System zur Ablieferung von E-Books sowie zu deren Archivierung und rechtskonformen Inhouse-Nutzung entwickelt. Der Geschäftsgang E-Book orientiert sich an den nationalen de facto Standards, die von der Deutschen Nationalbibliothek definiert und im baden-württembergischen Zusammenhang implementiert wurden. Neben automatischen Transferprozessen wurden auch Möglichkeiten der Einzel-Ablieferung über Formulare eröffnet. Entstanden ist ein einheitlicher Prozess, der nachhaltig auf vorhandenen Workflows bei den Projektpartnern aufbaut und modular gestaltet ist. Zum Projektende waren 50.543 badische Pflichtexemplare verarbeitet, 46.113 davon konnten angenommen werden, darunter 13.945 Titel des Springer Verlags in Heidelberg, 9.587 Titel des Nomos Verlags in Baden-Baden, 5.610 Titel des Pabel-Moewig Verlags in Rastatt, 4.751 Titel des Wiley-VCH Verlags und 3.311 Titel des Beltz Verlags in Weinheim, 2.402 Titel der KIT Scientific Publishing in Karlsruhe, 2.243 Titel des Herder Verlags und 1.643 Titel von Haufe-Lexware in Freiburg etc. pp. Aus Württemberg waren 13.173 Titel akzeptiert, sodass im Gesamtprojekt zum Projektende 59.286 Titel vorhanden waren. Seither wächst die Zahl der übernommenen Titel stetig weiter.

Digitalisierung

Digitalisierung von Musikhandschriften (Teilprojekt 3) der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek aus den Beständen der Badischen Landesbibliothek (abgeschlossen)

Leitung: Dr. Ludger Syré
Gefördert durch die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg
Projektstart: 1. April 2019
Projektende: 31. März 2020


Gegenstand des Projekts war die Digitalisierung von Musikhandschriften der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen im Umfang von 60.000 Seiten. Die Donaueschinger Musikhandschriften umfassen 3.612 Signaturen. Sie sind – neben den Donaueschinger Musikdrucken – Bestandteil der Musikaliensammlung der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen, die sich in der Obhut der Badischen Landesbibliothek befindet. Es ist Ziel der Badischen Landesbibliothek, die Donaueschinger Musikalien vollständig zu digitalisieren. Aufgrund des großen Umfangs der Sammlung kann dieses Ziel nur in einzelnen Schritten erreicht werden. Dieses Projekt war das dritte von insgesamt vier Teilprojekten, nach deren Abschluss alle Donaueschinger Musikhandschriften digitalisiert vorliegen.