Electronic Mandala

 

Plakat zu Electronic Mandala (1988)
Musik-Bild-Tanz-Projekt von Joachim Krebs

Bei diesem Werk wird durch die interdisziplinäre Anlage und den multimedialen Ansatz ein offenes Plateau geschaffen, um ein „ganzheitliches“ Erlebnis in einem imaginierten „Meditationsraum“ zu ermöglichen. Die Synthesizerklänge aus der Musik und die Videoprojektionen einer Computergrafik aus der Bildebene treffen auf den menschlichen Körper im Tanz, der das innerliche mit dem äußerlichen „Bewegtsein“ vereint. Das Werk Electronic Mandala entstand im Jahr 1988 und erhielt den Untertitel: Ein Musik-Bild-Tanz-Projekt für eine Tänzerin, Video und Synthesizer/Sampler.

Badische Landesbibliothek, K 3353, A 45

Computergrafiken zu Electronic Mandala (1989)
Abbildung aus dem Künstlerkatalog der Villa Massimo

Bei diesem Foto handelt es sich um einen Ausschnitt aus der insgesamt 43-minütigen Videoanimation mit Computergrafiken von Ralf Bühler für das Musik-Bild-Tanz-Projekt Electronic Mandala, das bei der italienischen Erstaufführung im Juni 1989 in der Villa Massimo aufgenommen wurde. Joachim Krebs war zu dieser Zeit Stipendiat der Bundesrepublik Deutschland in der Villa Massimo in Rom.

Badische Landesbibliothek, K 3353, A 45

Foto der Performance Electronic Mandala (1988)
Tänzerin Jutta Keller

Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus der Choreographie der Tänzerin Jutta Keller zum Musik-Tanz-Bild-Projekt Electronic Mandala von Joachim Krebs. Im Hintergrund ist die Computergrafik von Ralf Bühler zu sehen. Dieses Foto entstand bei der Aufführung vom 16. September 1988 im Stephanssaal in Karlsruhe. Das Werk entstand im Auftrag der Stadt Karlsruhe und gilt als eines der Vorlaufprojekte für das sich damals in der Gründung befindende Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe.

Badische Landesbibliothek, K 3353, A 45

Foto des Synthesizers Oberheim Matrix-12 (undatiert)
Produktionsmittel von Joachim Krebs

Das Bild zeigt den von Joachim Krebs u.a. für Electronic Mandala verwendeten Synthesizer Matrix-12, der zwischen 1984 und 1988 vom US-amerikanischen Unternehmen Oberheim produziert wurde. In den 1970er- und 1980er-Jahren galt dieser Hersteller für Synthesizer als Pionier für Synthesizer-Entwicklung. Joachim Krebs interessierte sich immer für innovative Instrumentenentwicklungen und stellte seinen eigenen Oberheim Matrix-12 bei den Darmstädter Ferienkursen 1986 im Rahmen eines Seminars von Clarence Barlow vor.

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Seiten aus Skizzenbuch (undatiert)
Manuskript Joachim Krebs

Joachim Krebs machte ausführliche Klangrecherchen und Studien zu Sample-Sounds in seinem Tonstudio. Auf der linken Seite sieht man eng geschrieben die Liste der Sample-Sounds mit Anmerkungen zu deren Klangcharakteristik. Die Begriffe „Partition A“ bis „I“ (auf der rechten Manuskriptseite fortgesetzt) bezeichnet die Speicherorte der jeweiligen Wechselspeicherplatten, die an mehrere Sampler angeschlossen waren. Auf der rechten Manuskriptseite oben sieht man Anmerkungen zu Studien über Klangbänder, die der Komponist mit dem Synthesizer Oberheim Matrix-12 entwarf.

Badische Landesbibliothek, K 3353

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